Dummes Gelapp

Texas / USA - Tagebuch

29. April 2006
   

Inhalt    

Nicht gefunden, wonach du suchst? - Probiere das hier:


Das Leben in Texas

Scheiiißeee.
Ich bin gerade mit dem Fuß an den Stecker vom Laptop gestoßen, und der Computer ging aus, und ich hatte noch nichts gespeichert!
Na, da kann ich nochmal alles von vorne tippen. Montag und Dienstag hatte ich schon fertig für diese Woche. So, wie ich das gerade formuliert hatte, wird's wohl nie wieder jemand lesen können.

Nun gut. Also Nochmal:


Montag, 06. 02. 2006

Die letzte Nacht habe ich schlecht geschlafen. Es war viel zu warm. Dafür war der Tag darauf aber sehr kalt. Vielleicht sogar kälter als die Nacht.

Der Arbeitstag war irgendwie schon fast "wie immer". Heute gab es nichts besonderes.

Tony hatte gestern Geburtstag. Wir alle haben den Damen vom Büro jeder 5 Dollar gegeben, und die ham dann dafür panierte Hänchen von Popeyes geholt.

Abends sind wir wieder zum Basketballplatz.
Und noch später waren wir wieder in der TimeOut Sportsbar. Montags und donnerstags gibts da das Bier zum halben Preis.
Diesmal haben wir mit der Bedienung gequatscht.


Dienstag, 07. 02. 2006

In der Mittagspause haben wir, wie jeden Tag, draußen gessen. Es war sehr kalt. Ich hatte Unterhemd und Pullover an. Ich hätte sogar noch eine Jacke vertragen können. Am Wochenende war es noch so warm, und jetzt so kalt. Es heißt, dass in der Gegend hier innerhalb von einer Woche alle 4 Jahreszeiten auftreten können.

Die Firma hat eine Waage, auf der Rolläden und andere diverse Gegenstände gewogen werden, bevor sie abgepackt und verschickt bzw. verladen werden. Auf das Ding stellen wir uns ab jetzt immer regelmäßig. Vor dem Mittag habe ich 180 US-Pfund und nach dem Essen 181 US-Pfund gewogen. Letzteres sind ungefähr 82 Kilogramm. Ich habe also im Vergleich zu zu Hause noch nicht zugenommen.

Nach der Arbeit sind wir alle den Mustang vom Daniel Probe gefahren. - Das war Spitze. 219 PS. Das ist zwar jetzt nicht Weltrekord, aber immerhin. Schon im Stand hat die Kiste beim aufs Gas treten gewackelt. Kurz das Pedal antipsen und ab ging die Hütte. Auch dieses Auto hat Automatikschaltung.
Der Mustang gehört ab jetzt mit zu meinen Lieblings- und in Zukunft leistbaren Autos.

Wir waren im Baumarkt und haben eine Wand zum Abtrennen des Wohnzimmers gesucht, damit da jemand von uns schlafen kann. Micha und ich wollen ja nicht die ganze Zeit zusammen in einem Zimmer verbringen.


Mittwoch, 08. 02. 2006

Früh sind wir mit dem Auto ausversehen auf die HOV-Lane (high-occupancy vehicle lane) gefahren. Das ist die mittlerste Spur vom Highway I-54, der die beiden Gegenrichtungen abtrennt.
Also (von rechts nach links): Rechts 2 Spuren, links daneben Highway 3 Spuren, dann Betonklötze, dann kommt die mittlerste Spur, dann Betonklötze, dann wieder 3 Highway-Spuren, und ganz links, die wieder etwas langserame Straße mit 2 Spuren. Die beiden äußersten Spuren sind zum Langsamfahren und zum Abbiegen in die zahlreichen Einkaufsmeilen und Geschäfte und Autohäuser gedacht. An Kreuzungen verläuft der Highway immer über eine Brücke, so dass man beim Linksabbiegen den Highway verlassen muss und unter der Brücke den Highway überqueren muss. Die mittlerste Spur ist jetzt die HOV-Lane. Sie wird je nach Tageszeit in eine andere Richtung geöffnet. Je nachdem, wie der meiste Verkehr fließt. Dort dürfen nur Autos rauf, die viele Personen befördern: Busse und Autos mit mindestens 3 Insassen.
Auf jeden Fall sind wir ausversehen auf diese Spur gekommen, weil wir zu zeitig links abgebogen sind. Die Spur verlief dann mehrere Kilometer in der Mitte des Highways, abgetrennt von Betonwänden ca. 1m Höhe, immer gerade aus. Wir mussten vielleicht 5 Abfahrten immer gerade ausfahren und haben auch net gleich wieder zurück gefunden. Also kamen wir heute mal ein bissel später zur Arbeit.
Von Natur ist hier nichts mehr zu sehen. Es ist ein 3 dimensionales Straßenlabyrinth (teilweise kreuzen sich die Straße in 4 Stockwerken).

Auf Arbeit dann habe ich den halben Tag lang an Fehlermeldungen vom Programm Shutterworx gearbeitet und die trotzdem net weggekriegt. Scheiße. Es kann einem ja keiner helfen. Vom Computer hat in der Firma überhaupt keiner Ahnung. Deshalb sind ja wir Praktikanten da.

Mir ist auch noch was zu anderen Verkehrsregeln hier aufgefallen:
Wenn man an eine Kreuzung kommt und kein Schild sieht, dann haben die anderen meistens ein Stoppschild und man selbst hat Vorfahrt. Ein Vorfahrtsschild an sich gibt es überhaupt nicht. Bei T-Kreuzungen (3 Abzweige) haben immer die Vorfahrt, wenn nicht anders geregelt, die geradeaus fahren. Bei gar keinen Schildern gilt rechts vor links. Seltsam. Sehr seltsam.

Heute ist die erste Telefonrechnung gekommen: über 100 Dollar. Häää?
So 'ne Kacke. 55 Dollar Anschlussgebühren. Und ca. 14 Dollar Servicegebühren, 15 Dollar Grundgebühr und 10 Dollar Internetflatrate.

E-Mails versenden über das E-Mail-Programm geht immernoch nicht. Der Port dazu ist gesperrt. Im Moment kann ich nur E-Mails über den Internetbrowser schreiben.
Dafür habe ich was anderes spannendes rausgefunden: Wenn ich vom Apartment aus mit meinem Laptop die Internetadresse www.yahoo.de aufrufe, werden die Daten von meinem Laptop bis zum Yahoo-Computer, wo die Website liegt, über 9 weitere Computer übertragen. Einer davon ist Dirks Laptop.
Bis zum Webserver meiner Hochschule www.fh-zwickau.de sind es 18 Stationen. Wow.
Mit dem Computerbefehl tracert kann man prima die Route verfolgen, die die Daten nehmen. Ich habe mal die Bildschirmausgabe hierher kopiert:

C:\Dokumente und Einstellungen\Tim>tracert www.fh-zwickau.de

Routenverfolgung zu www.fh-zwickau.de [141.32.44.95]  über maximal 30 Abschnitte:

  1     *        *        *     Zeitüberschreitung der Anforderung.
  2   154 ms   150 ms   149 ms  nas3.Houston1.Level3.net [209.244.43.163]
  3   144 ms   139 ms   150 ms  ge-7-0-1.hsa2.Houston1.Level3.net [63.215.20.3]
  4   144 ms   139 ms   140 ms  so-4-0-0.mp2.Houston1.Level3.net [4.68.112.149]
  5   184 ms   189 ms   200 ms  ae-2-0.bbr1.Washington1.Level3.net [4.68.128.201]
  6   194 ms   190 ms   199 ms  ae-23-54.car3.Washington1.Level3.net [4.68.121.112]
  7   194 ms   210 ms   199 ms  telia-level3-ge.Washington1.Level3.net [4.68.127.242]
  8   194 ms   199 ms   189 ms  nyk-bb1-pos7-1-0.telia.net [213.248.80.70]
  9   344 ms   269 ms   260 ms  ldn-bb2-pos6-0-0.telia.net [213.248.65.209]
 10   284 ms   280 ms   280 ms  hbg-bb2-link.telia.net [80.91.249.15]
 11   278 ms   430 ms   279 ms  hbg-b2-pos0-1-0.telia.net [213.248.65.182]
 12   274 ms   280 ms   279 ms  dante-01616-hbg-b2.c.telia.net [213.248.103.98]
 13   295 ms   289 ms   300 ms  cr-essen1-po0-0.x-win.dfn.de [188.1.18.49]
 14   294 ms   290 ms   300 ms  cr-leipzig1-po11-0.x-win.dfn.de [188.1.18.106]
 15   294 ms   290 ms   299 ms  ar-leipzig4-ge0-0-730.x-win.dfn.de [188.1.68.2]
 16   294 ms   310 ms   300 ms  htw-gwin.hrz.fh-zwickau.de [141.32.73.1]
 17   324 ms   370 ms   310 ms  back-1-hrz.hrz.fh-zwickau.de [141.32.71.1]
 18   294 ms   300 ms   300 ms  whz-cms-01.zw.fh-zwickau.de [141.32.44.95]

Ablaufverfolgung beendet.

In der ersten Spalte sieht man die Nummer der zu durchlaufenden Station. Die nächsten 3 Spalten geben die Antwortzeiten (also wie lange es dauert, bis der Computer geantwortet hat) an. Es werden für jede Station 3 Versuche gestartet, deswegen 3 Spalten (Spalte 2, 3, 4: Versuch 1, 2, 3). Dahinter stehen die DNS- und die IP-Adressen. Anhand der DNS-Adressen kann man ungefähr ableiten, wo der Computer steht.
Wenn ich also hier die Website von der FH-Zwickau aufrufe, dauert es ungefähr 300ms, bis der Computer eine Antwort erhält und Daten empfängt.
Computer Nr. 1 ist Dirks Computer. Mein Laptop ist mit seinem verbunden. Er wählt sich über die Telefonleitung bei nas3.Houston1.Level3.net ein. Weitere Stationen (die man herauslesen kann) sind: Houston, Washington, Essen, Leipzig und Zwickau.

Ein weiterer Versuch ist folgender:

C:\Dokumente und Einstellungen\Tim>tracert www.tappy.de

Routenverfolgung zu www.tappy.de [81.88.35.40]  über maximal 30 Abschnitte:

  1     *        *        *     Zeitüberschreitung der Anforderung.
  2   143 ms   149 ms   149 ms  nas3.Houston1.Level3.net [209.244.43.163]
  3   146 ms   139 ms   139 ms  ge-7-0-2.hsa2.Houston1.Level3.net [63.215.21.3]
  4   136 ms   149 ms   149 ms  so-6-0-0.mp1.Houston1.Level3.net [4.68.96.53]
  5   156 ms   159 ms   169 ms  ae-0-0.bbr2.Dallas1.Level3.net [64.159.1.110]
  6   176 ms   149 ms   149 ms  so-6-0-0.edge2.Dallas1.Level3.net [4.68.96.118]
  7   206 ms   189 ms   179 ms  COGENT-COMMU.e2.Dallas1.Level3.net [4.68.127.14]
  8   186 ms   179 ms   179 ms  p13-0.core02.dfw01.atlas.cogentco.com [154.54.2.137]
  9   256 ms   189 ms   180 ms  p15-0.core01.mci01.atlas.cogentco.com [66.28.4.38]
 10   206 ms   199 ms   200 ms  p12-0.core01.bos01.atlas.cogentco.com [154.54.2.249]
 11   266 ms   270 ms   270 ms  p3-0.core01.lon02.atlas.cogentco.com [130.117.0.45]
 12   276 ms   270 ms   279 ms  p15-0.core01.ams03.atlas.cogentco.com [130.117.1.226]
 13   376 ms   290 ms   279 ms  p5-0.core01.dus01.atlas.cogentco.com [130.117.1.126]
 14   276 ms   280 ms   280 ms  komplex-gmbh.demarc.cogentco.com [130.117.23.26]
 15   276 ms   279 ms   280 ms  sigma.komplex.net [81.88.42.35]
 16   306 ms   280 ms   290 ms  nfs.freecity.de [81.88.35.40]

Ablaufverfolgung beendet.

Diesmal geht die Datenübertragung nicht über Washington, sondern über Dallas.
Die Domain tappy.de habe ich bei Freecity registriert. Daher ist die letzte Station freecity.de. Freecity leitet euch dann auf fh-zwickau.de weiter, wo im Moment diese Webseite liegt. Wenn ich an der Fachhochschule in Zwickau nicht mehr studiere, wird die Website dann auch nicht mehr auf den Servern der Schule liegen. Die Domain tappy.de bleibt aber erhalten und wird auch später auf meine aktuelle Website verweisen, die dann aber auf ganz anderen Computern gespeichert sein wird.
Das Programm tracert (trace route) befindet sich übrigens auf den meisten Windows-Rechnern. Man braucht bloß in Windows auf 'Start' drücken und dann auf 'ausführen'. In das Fenster schreibt man dann 'cmd'. In dem sich darauf öffnenden Eingabeaufforderungsfenster schreibt man dann 'tracert www.tappy.de', oder eben eine andere Internetadresse. Dann sieht man die genaue Route, die die Daten eingeschlagen haben. Es gibt dafür auch grafische Werkzeuge, wo man dann auf einer Weltkarte ganz genau den Weg nachverfolgen kann.
Ist schon merkwürdig. Mit dem Internet kann man eine Nachricht von Amerika nach Deutschland in ca. 300 ms schicken. Das ist doch tausend mal schneller als ein Telegramm, oder?


Donnerstag, 09. 02. 2006

Heute waren wir nur bis um 12 Uhr auf Arbeit. Dann sind wir mal wieder zum Social Security Office nach Pasadena gefahren. Das ist übrigens ein Mexikanerviertel.
Micha brauchte noch eine Karte, Dirk hatte ja ein Schreiben gekriegt, und ich bin halt auch nochmal mit, um den aktuellen Status der Bewerbung abzufragen.

Auf dem Weg zum Office hat auf der 3 spurigen Straße, parallel zum (und direkt neben dem) Highway, an der Ampel ein roter Pickup neben uns gehalten. Die Insasse ham ihr Fenster runtergekurbelt, und ein Zeichen gegeben, dass wir das auch tun sollten.
Die 2 Typen haben das Praktikantenauto der Firma sofort erkannt. Sie haben mit den anderen Praktkanten öfters mal ein Bier getrunken. Die wussten sofort, dass wir die Neuen sein mussten. Sie kannten Peter und Co.. Die wollten die Tradition des regelmäßigen Treffens und Biertrinkens aufrecht erhalten und haben uns auch zu einem Bier eingeladen. Crista von der arbeit wüsste Bescheid; wir sollten sie nach den 2 Typen fragen.
Sau, was haben denn unsere Vorgänger für einen Eindruck hinterlassen?? Da können wir doch gleich anknüpfen!

Auf dem Social Security Office haben wir uns in der Schlange wieder unterhalten. Diesmal mit 'nem Typen hinter uns. Der hat sich in Mexiko eine Frau geangelt, und für die braucht er jetzt auch eine Sozialversicherungskarte. In das Gespräch waren sogar kurzeitig mehrere Leute verwickelt. Jeder in derWarteschlange, der was zu sagen hatte, hat einfach seinen Senf dazu gegeben. Keiner hat keinen vorher gekannt. Sie haben einfach drauflos geredet. Das fande ich sehr interessant. So ist das Gespräch sehr abwechslungsreich gewesen. Das kenne ich von uns zu Hause in Deutschland gar nicht.

Im Amt hat Micha seine Nummer problemlos beantragen können. - Wir konnten ihm ja jetzt sagen, wie's läuft. Beim Dirk war während der Bearbeitung etwas schief gelaufen. Sein Antrag wurde von CIEE/Boston (unser Sponsor) fälschlicherweise nicht verifiziert. Er hat einen neuen Antrag gestellt.
Ich habe nachgefragt, was denn mit meinem Antrag sei. Die Frau vom Schalter meinte, es laufe alles bestens und ich solle noch ein paar Tage warten.


Freitag, 10. 02. 2006

Früh haben wir im Fernsehen in den Nachrichten (der Fernseher läuft so nebenbei) irgendwas von Orange Street (die Straße, wo sich die Firma befindet) gehört. Dort war irgendwas passiert. Unfall, Verbrechen, Stau oder sowas; wir haben es nicht mitgekriegt. --> Na mal schauen, was uns denn da so Schönes erwartet.
Auf dem Weg zur Arbeit haben wir aber nicht besonderes gesehen. Naja, Orange Street ist ja auch eine ganz schön lange Straße.

Zu Mittag haben wir im Pfannekuchenhaus (IHOP - International House Of Pancakes) gegessen. War auch mal net schlecht. Ich hatte Pfannekuchen mit Ei und Wurst.
Ich bin bis zum Restaurant mit Daniels Mustang mitgedüst. - Die Hütte geht ab.

Heute nachmittag hats gedrascht wie Sau, und das sehr lange. Das hätte ich zu Mittag nie gedacht, dass solches Wetter aufzieht. Es hatte sich sehr scnell zugezogen, war dann extrem dunkel und dann hats geschüttet. Es sah bald aus wie ein Weltuntergang oder wie wenn uns ein Hurrican überfällt.
Einige Minuten später wars dann wieder gut. Es war aber nach dem Regen trotzdem noch recht warm, ohne Jacke aber mit Pullover.

Im Walmart habe ich heute Majonäse im Gallonenbehälter gesehen (3,78 Liter). Na dann: Prost Mahlzeit. Wer soll denn das essen? Irgendwie gibts da alles in diesen überdimensionen.

An der Tankstelle habe ich das erste mal die Kreditkarte (noch die aus Deutschland, weil ich kein Bargeld an der Tanke mit hatte) benutzt. Das ist verdammt einfach. Kreditkarte an der Zapfsäule kurz durchziehen, und lostanken. Zum Schluss gibt es eine Quittung. Man braucht noch nicht mal in den Laden reingehen.


Samstag, 11. 02. 2006

Heute haben wir einen Ausflug in das Nasa Museum gemacht. Das Museum befindet sich direkt auf dem Nasa-Gelände, wo die Leute immernoch arbeiten.
Mit waren: Dirk, Micha, Daniel und ich.
Parkplatz hat 5 Dollar gekostet, Eintritt 20 Dollar.
Von dem Museum war ich etwas enttäuscht. Von der Nasa hätte ich mir vieel mehr erwartet. Da finde ich die Museen in Deutschalnd schöner. Schon nach ein paar Stunden waren wir wieder draußen und haben alles gesehen. Ich dache, dafür braucht man den ganzen Tag. Es gab viele kleine Kinos mit Filmen zu sehen. Wie langweilig.
Was aber widerum sehr interessant war, war das Original Kontrollzentrum, von dem aus der erste Flug auf den Mond gesteuert und kontrolliert wurde. Es sah genauso aus, wie man es von den Filmen her kennt, wenn irgendwelche Missionen von der Erde aus gesteuert werden: Ein großer Raum mit einem Computer an jedem Arbeitsplatz. Ganz vorne eine rießige Karte von der Erde, die sich über die ganze Raumbreite erstreckt. Auch das rote Telefon mit der direkten Verindung zum Präsidenten konnten wir sehen. Wir saßen im Zuschauerraum. Den hat es damals auch schon gegeben. In ihm saßen früher die Angehörigen der Astronauten, die VIPs (wichtige Personen, wie zum Beispiel Stars, sowie die Presseleute. Die haben dann das Geschehen live mitverfolgen können. Der Zuschauerraum befindet sich direkt hinter dem Kontrollzentrum, etwas erhöht, von einer Glaswand abgetrennt.
Das Kontrollzentrum an sich befindet sich in einem Gebäude im obersten, vielleicht 4. Stockwerk. Warum, weiß ich nicht.
über die Jahre hinweg haben schon viele Besucher diesen Raum gesehen. Dirk saß im Zuschauerraum auf dem Platz, in dem die Queen von England einst gesessen hat.
Weiterhin gab es noch ein paar Teile von einem Shuttle zu sehen, einen Haufen Filme und viele andere Kleinigkeiten.

Ohne Jacke (aber mit Pullover) war es draußen sehr kalt. Ich schätze mal, es waren so 13°C. Trotz der Kälte ist es sehr hell draußen. Wie im Sommer. Da muss man schon mit den Augen blinzeln.

Nachmittags haben wir beim Italiener gegessen. - Ich finde bei unseren Italienern in Deutschland schmeckt es besser. Und da ist es auch nicht wie ein FastFood Restaurant aufgezogen.

Danach haben wir 3 Regale im Walmart gekauft und in unserem Apartment aufgebaut. Die dienen jetzt als Abtrennwand im Wohnzimmer für ein weiteres Zimmer.

Abends haben wir uns mit Daniel bei Julia und Jay getroffen. Wir wollten zusammen weg gehen.
Daniel hat sich in der Tankstelle ein Bier gekauft; in einer Tüte. Die kriegt man dazu. Es soll ja keiner sehen was drinnen ist. Es ist ja verboten in der öffentlichkeit Alkohol zu trinken. Mit einer Tüte drumherum ist es aber wieder erlaubt.
Das Auto von Julia sieht lustig aus. Ich glaube es ist auch ein Saturn.
Auf der rechten Seite hat es nur eine Tür (vorne) und auf der linken Seite hat es zwei Türen, die beide zur Mitte hin aufgehen, und nicht beide nach hinten, wie man es gewohnt ist.

Zuerst waren wir in einer Kneipe in Downtown. Die sah ähnlich aus wie bei uns. Nichts besonders. Danach sind wir ins Fitzgeralds. Da ging es aber ganz schön ab. Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass wir mehr Bier intus hatten. Wir haben uns wieder mit vielen unterhalten.
Das Fitzgeralds sieht von außen aus wie ein Wohnhaus. Man denkt, als würde man zu einer Privatparty gehen.


Sonntag, 12. 02. 2006

Überall, wo du rangreifst, kriegst einen Stromschlag verpasst. Irgendwie ham die hier nichts geerdet, so scheint es. Ich habe auch die gleichen Schuhe wie in Deutschland an. Also sollte es an ihnen nicht liegen.
Ich habe unter anderem mit folgenden Dingen schon eine Spannungspotential eliminiert: Computer, Laptop, Auto und Türklinke. Dammisch.

Heute haben wir groß reine gemacht.
Wir ham dann noch ausgekaschpert, wer nun in dem Zimmer vorne schlafen soll. Nach einer langen Diskussion haben wir festgelegt, dass wer dort schlafen soll, eine Mietverringerung kriegt, die 3 Regale und auch die Grundgebühren der folgenden Telefonrechnungen nicht zahlen muss. Ich habe mich dann bereit erklärt in das Zimmer zu ziehen. Es ist ja auch net so schlecht. Direkt am Balkon.

Abends gab es wieder Basketball. Ich hatte überhaupt keine Chance.
Als ich mal den Ball erwischt hatte, ham die anderen fast überhaupt nix gemacht, um mir den Ball wegzunehmen, und ich konnte den Korb trotzdem nicht werfen. Wie peinlich. Ich war einfach zu schlecht.
Trotzdem es recht kalt draußen war, war es für mich immernoch zu warm. Ich habe geschwitzt wie Sau.

Nach dem Spiel habe ich mich dort mit einem Einheimischen unterhalten. Auch seine Großeltern stammen aus Deutschland. Da sieht man mal wieder: Vor gar nicht allzu langer Zeit kamen die Weißen aus Europa. Und die meisten Deutschen haben sich in Texas niedergelassen.



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